Europäische Wissenschaftler im Kampf gegen Krebs

VISION - Strategien zur Stärkung der wissenschaftlichen Exzellenz und Innovationsfähigkeit für die Frühdiagnose von Magen- und Darmkrebs

Presseinformation / 28. Juli 2020

Das EU-geförderte Projekt »VISION« arbeitet daran, Krebs im Verdauungssystem frühzeitig zu erkennen. Dazu dienen strategische Partnerschaften mit europäischen Spezialisten, die die Ausbildung von Studierenden und Forschenden in der Slowakei verbessern sowie neueste Technologien und Fachkenntnisse bereitstellen, um die Forschung an und die Behandlung von Magen- und Darmkrebs im eigenen Land zu stärken.

Fünf internationale Forschungsorganisationen arbeiten in dem Projekt »VISION« eng zusammen, um bestehende Lücken in der onkologischen Forschung zu überwinden und die Möglichkeiten für Frühdiagnostik und innovative Behandlungsansätze zu stärken. (Graphik designed by Freepik).
Fünf internationale Forschungsorganisationen arbeiten in dem Projekt »VISION« eng zusammen, um bestehende Lücken in der onkologischen Forschung zu überwinden und die Möglichkeiten für Frühdiagnostik und innovative Behandlungsansätze zu stärken. (Graphik designed by Freepik).

Krebs ist die zweithäufigste Todesursache weltweit. Dabei sind Krebserkrankungen des Verdauungssystems besonders häufig. Die Slowakei liegt in Bezug auf die Inzidenz von Darmkrebs in Europa an dritter Stelle, bei der Inzidenz von Bauchspeicheldrüsenkrebs nimmt sie den sechsten Platz ein. Früherkennung ist der Schlüssel zu besseren Behandlungserfolgen sowie zur Verbesserung der Lebensqualität der Patienten. In der Slowakei bedarf es der Schließung bestehender Lücken in der biomedizinischen Forschung zur Früherkennung und Behandlung von Krebs.

Das Hauptziel des von der EU geförderten Verbundprojekts »VISION« ist die Stärkung der wissenschaftlichen Exzellenz und Innovationsfähigkeit des slowakischen »Biomedicinske centrum Slovenskej akademie vied« (Biomedical Research Center of the Slovak Academy of Sciences) (BMC SAV) bei der Krebsfrüherkennung. Gefördert wird dies durch den Aufbau einer strategische Partnerschaft zwischen dem Projektkoordinator BMC SAV und vier international anerkannten Institutionen, dem Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik IBMT (Deutschland), dem Ramón y Cajal University Hospital Health Research Institute, vertreten durch Servicio Madrileno de Salud (SERMAS) (Spanien), der Medical School of National and Kapodistrian University of Athens (NKUA) (Griechenland) und dem Norwegian Institute for Air Research (NILU) (Norwegen). Die Kollaboration trägt dazu bei, bestehende Lücken in der onkologischen Forschung zu überwinden und die Kompetenzen für Frühdiagnostik und innovative Behandlungsansätze zu stärken. Der Transfer von Wissen und Forschungsideen, die gemeinsame Nutzung von Know-how, Fachkenntnissen und bewährten Verfahren sowie die Umsetzung von Spitzentechnologien sollen dazu beitragen, die qualitativ hochwertige translationale Krebsforschung am BMC SAV, insbesondere bei Krebserkrankungen des Magen-Darm-Trakts, zu verbessern.

Die Zusammenarbeit und Vernetzung zwischen den »VISION«-Partnern trägt dazu bei, die persönliche und berufliche Entwicklung von jungen Forschern und Ärzten zu fördern. Die Einbeziehung der »VISION«-Partner in die Betreuung und Mitbetreuung von Doktoranden wird die Qualität der Ausbildung in den jeweiligen Ländern positiv unterstützen. Darüber hinaus befördert »VISION« regionale Aktivitäten, die zu einem verstärkten öffentlichen Bewusstsein für Krebs und die Bedeutung der Prävention beitragen sollen.

Förderkennzeichen: HORIZON 2020 GA Nr. 857381

Laufzeit: 01.10.2019-30.09.2022

Projekt-Webseite: http://vision.sav.sk/

Projektkoordinator:
Biomedical Research Center of the Slovak Academy of Sciences (BMC SAS), Bratislava, Slovakei

Projektpartner:
Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik IBMT, Sulzbach, Deutschland
Servicio Madrileño de Salud (SERMAS), Madrid, Spanien
Medical School of National and Kapodistrian University of Athens (NKUA), Athen, Griechenland
NILU – Norwegian Institute for Air Research, Kjeller, Norwegen