Biomedizinische Mikrosysteme

Projekte

Die folgende Übersicht enthält eine chronologische Auflistung öffentlich geförderter Projekte. Projekte mit Industrieunternehmen sind aus Gründen der Vertraulichkeit nicht aufgeführt.

BIOGRAPHY

Beschreibung: Das interdisziplinäre Forschungsprojekt BIOGRAPHY kombiniert die technischen Disziplinen Mikro-Laserablation und Rolle-zu-Rolle-Druck mit den biologischen Anwendungsfeldern Zellbiologie, Virologie und Biosensorik. Eine Schlüsselstellung nimmt die Entwicklung einer neuen Graphen-basierten Tinte ein, die elektrisch leitfähig und gleichzeitig biokompatibel ist. Zudem sind die Entwicklung einer Protein-Tinte sowie eines Rolle-zu-Rolle Druckverfahrens zum mikrostrukturierten Drucken von Proteinmustern vorgesehen. Unter Zuhilfenahme der entwickelten neuen Tinten und Druckprozesse sollen schließlich kostengünstige Einwegsensoren für den direkten Virusnachweis durch Online-Überwachung des virusinduzierten zytopathischen Effekts (CPE) mittels Impedanzspektroskopie aufgebaut werden. Ein mögliches Anwendungsgebiet ist die automatische Validierung von Impfstoffen mittels Überwachung der Hemmung des CPE in Gegenwart von neutralisierenden Antikörpern.
Beitrag des IBMT: Im Rahmen des Projekts hat das Fraunhofer IBMT folgende Aufgaben: a) Entwicklung von Prozessen für den Rolle-zu-Rolle-Druck elektrisch leitfähiger Graphenstrukturen und mikrostrukturierter Proteinmuster, b) Fertigung von Rolle-zu-Rolle-gedruckten Sensoren, die Graphen/Protein-Multischichten enthalten, c) Überprüfung der Biokompatibilität der neuen Graphen-Tinte und der Eignung der gedruckten Graphen/Protein-Multischichten in Bezug auf die vorgesehenen Biosensor-Anwendungen.
Webpage: www.graphene-biosensors.eu
Förderung: BMBF ERANET 02PN2240
Förderzeitraum: 10/2014-09/2017
 

RamanCTC

Beschreibung: Tumorerkrankungen gehören neben Krankheiten des Herz- und Kreislaufsystems zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Die Präsenz von Tumorzellen im peripheren Blut sowie deren mengenmäßige Veränderung über die Zeit sind wichtige Indikatoren, um eine Tumorerkrankung zu diagnostizieren, den Therapieerfolg zu bewerten und die Prognose für den Patienten abzuschätzen. Die modernen Methoden und Hochdurchsatzverfahren der Molekularbiologie, Mikroskopie und molekularen Bildgebung erlauben eine bisher ungeahnte Breite der Analyse auf Einzelzellbasis. Allerdings ist es vor weitergehenden Untersuchungen dieser Zellen erforderlich, diese Zellen zu isolieren. Zu den Standardverfahren einer qualitativen und quantitativen Bestimmung von Zellen gehören Zellsortierer mit und ohne Fluoreszenzaktivierung. Diese Verfahren liefern für im Blut zirkulierende Tumorzellen keine zufriedenstellenden Ergebnisse. Gesamtziel des Projekts RamanCTC ist eine wesentlich verbesserte Identifizierung und Charakterisierung von Tumorzellen, die im Blut von Tumorpatienten zirkulieren.
Beitrag des IBMT: Das Fraunhofer IBMT erforscht neue Mikrochips, die einen hohen Zelldurchsatz erlauben, indem sie eine ortsgenaue Positionierung einer sehr hohen Anzahl von Zellen und damit deren quasi parallele Untersuchung ermöglichen.
Förderung: BMBF 13N12687
Förderzeitraum: 03/2013-02/2016

NANODETECTOR

Beschreibung: Das Hauptziel des Projekts NANODETECTOR ist die Entwicklung und Validierung von Technologien für den Nachweis und die Analyse einzelner Nanopartikel in komplexen Umgebungen. Das Projekt basiert auf einem neuen Phänomen: Einzelne Sub-Wellenlängen-Objekte erzeugen große Signale in der Oberflächenplasmonenresonanz-Mikroskopie. Dies stellt eine einzigartige Möglichkeit zur sehr empfindlichen Online-Detektion von Nanopartikeln dar. Die Technologie wird in Form eines kompakten Diagnosegeräts umgesetzt, in verschiedenen flüssigen und gasförmigen Phasen getestet und dann für verschiedene praxisrelevante Analyseaufgaben angewendet. Das System kann verwendet werden, um die Sicherheit der Umwelt bei der Herstellung und Nutzung von Nanopartikeln und Nanomaterialien zu überwachen. Innerhalb des NANODETECTOR-Projekts wird die neue Diagnosemethode von Nanopartikel-Herstellern eingesetzt, um Arbeitsplätze und Abfälle bzgl. einer Belastung mit Nanopartikeln zu überwachen. Weiterhin wird überprüft, ob Nanopartikel-basierte Materialien im Laufe der Zeit Nanopartikel abgeben. Ein weiteres Anwendungsszenario ist die Untersuchung von Wasser und anderen transparenten nicht- kolloidalen Getränken (Säfte, Weißwein, etc.). Komplexere Medien sollen ebenso getestet werden.
Beitrag des IBMT: Das Fraunhofer IBMT entwirft und entwickelt Systeme zur Probenzuführung, Sensorkartuschen und fluidische Komponenten der Prototypsysteme.
Webpage: www.nanodetector.eu/
Förderung: EU-FP7-NMP
Förderzeitraum: 06/2012-11/2015

d-LIVER

© Fraunhofer IBMT, Bernd Müller.

Beschreibung: Im EU-Projekt »d-LIVER« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik zusammen mit 13 europäischen Partnern ein IT-basiertes Leberunterstützungssystem, das eine medizinische Beobachtung und Begleitung von Patienten mit chronischen Lebererkrankungen auch außerhalb eines Krankenhauses erlaubt. Für den zuverlässigen Einsatz des Systems im ambulanten Bereich ist es essenziell, das System und insbesondere den Patienten während der Leberdialyse und zuhause unter Einsatz neuartiger Sensoren und Informations- und Kommunikationstechnologien zu überwachen. Im Projekt »d-LIVER« werden Bioreaktoren mit lebenden Leberzellen eingesetzt, die im Gegensatz zu rein technischen Adsorptions- oder Filtertechniken die Entgiftungsfunktion und gleichzeitig auch die Synthesefunktion der Leber erfüllen können. Dazu werden Methoden für ihre Gewinnung und Kultivierung im großen Maßstab erforscht und Sensoren für die Überwachung ihrer Vitalität und Funktionalität im Bioreaktor entwickelt.
Beitrag des IBMT: Die Arbeitsgruppe Mikrosensorik & Mikrofluidik des Fraunhofer IBMT entwickelt neuartige Sensoren zur kontinuierlichen Überwachung der Qualität und Effizienz der Zellen innerhalb der künstlichen Leber. Als Messprinzip wird u. a. die Impedanzspektroskopie eingesetzt. In Zusammenarbeit mit anderen Partnern werden diese Sensoren in den Bioreaktor integriert. Am Fraunhofer IBMT werden die Arbeiten in Kooperation mit der Arbeitsgruppe In-Vitro-Kulturtechniken durchgeführt. Weiterhin befasst sich die Arbeitsgruppe Home Care & Telemedizin mit allen IT-Aspekten des Leberunterstützungssystems.
Webpage: www.d-liver.eu
Förderung: EU-FP7-ICT
Förderzeitraum: 10/2011-09/2015

BIO-REEL

Beschreibung: BIO-REEL ist ein interdisziplinäres Forschungsprojekt, das neue Erkenntnisse aus den Wissensgebieten Biotechnologie und Zellbiologie sowie der Produktionstechnik und der Mikrotechnik vereint. Die Vorteile der Softlithographie (hohe laterale Strukturauflösung) werden mit den Vorteilen industrieller Druckprozesse kombiniert, welche das Bedrucken großflächiger Substrate bei hoher Durchlaufgeschwindigkeit erlauben. Ziel des Projekts ist der Aufbau einer hoch effizienten Produktionsausrüstung für die örtlich definierte Immobilisierung von Proteinen auf Polymerfolien in einem rotativen Prozess. Anwendungsmöglichkeiten finden sich unter anderem in den Bereichen Arzneimittelentwicklung, Tissue Engineering und Stammzellforschung.
Beitrag des IBMT: Das Fraunhofer IBMT ist verantwortlich für die Auswahl der Polymerfolien, das Design für die mikrostrukturierten Druckmaster und die Analysen der immobilisierten Proteinschichten.
Förderung: BMBF ERANET 02PO2880
Förderzeitraum: 02/2010-01/2013

 

REMOTE

Beschreibung: Das europäische Verbundvorhaben REMOTE hat zum Ziel, ältere Personen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen in ihrem Alltag zu unterstützen. Dadurch soll ein weitestgehend selbstbestimmtes Leben möglich sein. Mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechniken wird ein Netzwerk aufgebaut, das neben sozialen Kontakten auch Tele-Health-Dienste ermöglicht. Dazu werden neben einer Vielzahl kommerzieller auch zwei vom Fraunhofer IBMT neu entwickelte Sensoren eingesetzt. Die neuen Sensoren erfassen die Mundnassheit und die Kieferbewegungen um Rückschlüsse auf das Ess- und Trinkverhalten zu ermöglichen. Das komplette Netzwerk wird im Rahmen des Projekts an verschiedenen Stellen Europas an ausgewählten Standorten erprobt.
Beitrag des IBMT:
Das Fraunhofer IBMT ist verantwortlich für die Entwicklung von miniaturisierten, im Mund getragenen Sensoren zum Messen der Mundnassheit und der Kieferbewegungen.
Webpage: www.remote-project.eu/
Förderung: BMBF 16SV3831 und EU AAL-2008-1
Förderzeitraum: 04/2009-03/2012

 

Myoplant

Beschreibung: Das Ziel des Projekts besteht darin, eine myoelektrisch, d.h. durch Muskelsignale gesteuerte, funktionale Hand- bzw. Armprothese zu realisieren. Dazu soll ein Implantat zur unmittelbaren Ableitung der Muskelsignale entwickelt werden, das diese drahtlos an die mit Motoren ausgestattete Kunsthand weiterleitet. Hierdurch soll trotz vermehrter Freiheitsgrade die Bedienung intuitiver und einfacher werden, als es bei bisherigen Modellen mit Oberflächenelektroden der Fall ist.
Beitrag des IBMT:
Die Abteilung ist verantwortlich für die drahtlose Kommunikation zwischen Implantat und Handprothese sowie für die drahtlose Energiebereitstellung der Implantatelektronik durch die externe Prothese.
Förderung: BMBF 16SV3699
Förderzeitraum: 07/2008-06/2011

 

UlcPrävent

Beschreibung: Bei der Behandlung von Diabetes- und Dekubituspatienten spielt die Druckentlastung bzw. die optimale Druckverteilung bestimmter Körperpartien eine wichtige Rolle. Mit Hilfe innovativer mikrosensorischer Entwicklungen, die flexibel und individuell in unterschiedliche Textilien implementiert werden, soll die Geschwürbildung bei Diabetikern und Rollstuhlpatienten durch eine objektive Messung der Druckbelastung gefährdeter Körperpartien gezielt und nachhaltig reduziert werden. Das textilbasierte Messsystem erfasst und analysiert kontinuierlich den Druck. Eine im System integrierte Anzeigeeinheit zeigt dem Patienten Druckbelastungen bzw. Überlastungen mit Belastungszeiten an und meldet dem Patienten bei Druck- und Zeitüberschreitungen den entsprechenden Körperbereich, am Fuß z.B. Zehen oder Fersen, zu entlasten.
Beitrag des IBMT:
Das Fraunhofer IBMT ist verantwortlich für die drahtlose Übertragung der Messdaten vom Textil zu einer am Körper getragenen Auswerteelektronik. Weiterhin entwickelt das IBMT die Auswerteelektronik inkl. Auswertesoftware.
Förderung: BMBF 16SV3713
Förderzeitraum: Förderzeitraum: 11/2008-04/2012

 

Replicator

Beschreibung: Das wissenschaftliche Hauptinteresse von Replicator besteht in der Erforschung von neuartigen Prinzipien der Adaption von symbiotischen multiplen Roboterorganismen. Diese Roboterorganismen bestehen aus Roboterschwärmen, die, falls das vorteilhaft sein sollte, aneinander andocken können, und so symbiotisch Energie und Computerressourcen in einer einzigen künstlichen Lebensform teilen können. Um autonom miteinander und mit der Umwelt interagieren zu können, hat jedes einzelne Robotermodul eine Vielzahl von Sensoren und Aktoren.
Beitrag des IBMT: Die Abteilung ist verantwortlich für die on-board Elektronik, das Energiemanagement und die Hardware-Integration.
Förderung: EU FP7 ICT-216240
Förderzeitraum: 03/2008 – 02/2013

 

Rapid SPR for Parallel Detection of Pathogens in Blood (RaSP)

Beschreibung: RaSP beabsichtigt die Entwicklung einer sehr schnellen, kostengünstigen und gleichzeitig sehr sensiblen Methode, mit deren Hilfe es prinzipiell möglich wäre mehr als 100 Krankheitserreger in Blut gleichzeitig zu erkennen. Um die Leistungsfähigkeit des Systems zu demonstrieren, strebt RaSP die gleichzeitige Erkennung der Erreger von HIV, Hepatitis C, Hepatitis B und Syphilis an. Ein einfaches, kleines und leicht zu bedienendes Desktop-System erlaubt es innerhalb von 10 bis 20 Minuten die erwähnten Blutpathogene zu erkennen. Mit Hilfe dieses Schnelltests wird es möglich sein, infizierte Spender schon vor der eigentlichen Blutspende zu identifizieren und von der Blutspende-Prozedur auszuschließen.RaSP nutzt dabei ein neuartiges Prinzip der Oberflächenplasmonenresonanz (SPR), das sehr schnelle und sensible Analysen erlaubt.
Beitrag des IBMT: Das Fraunhofer IBMT ist Projektkoordinator und zusätzlich verantwortlich für die Entwicklung aller mikrofluidischen Komponenten.
Förderung: EU SP5A-CT-2006-0445
Förderzeitraum: 01/2007-12/2009

 

Smart Integrated Biodiagnostic Systems for Healthcare (SmartHEALTH)

Beschreibung: SmartHEALTH zielt darauf ab ein Multi-Modul Biodiagnosebaukasten zu entwickeln, der europäische Unternehmen dabei unterstützt spezifische Lab-on-Chip Systeme für die Analyse biologischer Proben zusammen zu stellen. Der Demonstrator besteht aus einem Einweg-Lab-on-Chip in Kombination mit einem Auslesegerät, das mit einem Krankenhausinformationssystem kommunizieren kann. Dieses Konzept wird später weiter miniaturisiert und als ein tragbares und am Point of Care einsatzbereites System zur Verfügung stehen. Das SmartHEALTH System eignet sich zur Detektion von Nukleinsäuren und Proteinen. Außerdem erlaubt es die Aufbereitung verschiedenster biologischer Probentypen. Mit Hilfe der Bio-Informations-Analyse können die Ergebnisse ausgewertet und dem Bediener präsentiert werden. Klinische Einsatzgebiete für SmartHEALTH finden sich in der Krebsdiagnostik – bei periodischen Brustkrebs-Kontrolluntersuchungen, Gebärmutterhalskrebsuntersuchungen und der Kolorektalkrebsdiagnostik.
Beitrag des IBMT: Das Fraunhofer IBMT ist verantwortlich für das Packaging von Biochips sowie für deren Integration in das Lab-on-Chip System. Die Arbeitsgruppe „Homecare“ des IBMT ist verantwortlich für alle e-Health-Aspekte des Projekts.
Förderung: EU IST-NMP-2-016817
Förderzeitraum: 12/2005-11/2009

 

NanoEngineered Monolithic Optoelectronic transducers for highly sensitive and LAbel-free Biosensing (NEMOSLAB)

Beschreibung: Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung integrierter optischer Biosensoren auf Siliziumbasis, die sowohl markerfreie Biomoleküle erkennen als auch (markierte) Einzelmoleküle nachweisen können. Der Wandler besteht aus mehreren monolithisch integrierten Silizium-Optokopplern verbunden mit mikrofluidischen Kanälen, die direkt auf das Silizium aufgebracht sind. Die Optokoppler bestehen aus nanostrukturierten LEDs, Siliziumnitridwellenleitern und Silizium-Photodioden. Der Projektschwerpunkt liegt zum einen auf der Entwicklung eines monolithischen photonischen Silizium-Biochips mit integrierter Mikrofluidik und biomolekularer Erkennung, zum anderen auf dem Auslesegerät und der Kontrollelektronik. Zusammen bilden diese beiden Module ein tragbares bioanalytisches System. Das NemoSlab-System wird konzipiert für die Anwendungsgebiete Brustkrebs und Fruchtbarkeitsstörungen. Es erlaubt die Detektion einer Reihe von Hypophysenhormonen, Steroidhormonen und DNA.
Beitrag des IBMT: Das Fraunhofer IBMT ist verantwortlich für das Packaging des Biochips sowie für die Entwicklung der fluidischen, elektrischen und mechanischen Schnittstellen zwischen dem Lab-on-Chip und dem Auslesegerät.
Förderung: EU IST- 027804
Förderzeitraum: 01/2006-12/2008

 

Network of Excellence: Multi-Material Micro Manufacture (4M)

Beschreibung: Das Hauptziel von 4M ist die Entwicklung von Mikro- und Nano-Technologien (MNT) für die Losfertigung von Mikrokomponenten und Bauteilen in unterschiedlichsten Materialien. Diese Prozesse, Fertigungsanlagen und Produktionsprogramme sind anwenderfreundlich in das Unternehmen der Zukunft einzubinden. Um dieses Ziel zu erreichen, strebt das Netzwerk eine Integration der F&E-Kapazitäten im Bereich der Nicht-Silizium Mikrotechnologien in ein europäisches Exzellenzzentrum an. Die Etablierung einer solch spezifischen Ressource und Infrastruktur auf europäischer Ebene ist dazu bestimmt europäischen Unternehmen aus den Bereichen Mobilfunk, Lifestyle, Gesundheit und Transport dabei zu helfen MNT einzusetzen.
Beitrag des IBMT: Das Faunhofer IBMT ist sowohl Leiter der “Biomedizinischen Plattform” als auch stellvertretender Leiter der mikrofluidischen Abteilung innerhalb von 4M.
Webpage: www.4m-association.org/interest-group/Micro-Fluidics-Interest-Group
Förderung: EU NMP2-CT-2004-5002
Förderzeitraum: 10/2004-09/2008

 

Intelligent Small World Autonomous Robots for Micro-manipulation (I-SWARM)

Beschreibung: Ziel des Projekts ist ein großer Schritt vorwärts in der Roboterforschung, indem Experten auf dem Gebiet der Mikrorobotik in dezentralen und adaptiven Systemen mit Experten auf dem Gebiet der selbstorganisierten biologischen Schwarmsysteme zusammengebracht werden. Hauptsächlich soll der technologische Fortschritt die Massenproduktion von Mikrorobotern ermöglichen, die dann als „richtiger“ Schwarm mit bis zu 1000 Robotern eingesetzt werden können. Diese Roboter werden alle mit einer begrenzten, prärationalen on-board Intelligenz ausgestattet. Der Schwarm soll aus einer großen Zahl heterogener Roboter bestehen, die sich in der Art der Sensoren, Manipulatoren und ihrer Antriebsleistung unterscheiden werden. Ein solcher Roboterschwarm sollte sich bei einer Vielzahl von Anwendungen einsetzen lassen, einschließlich der Mikro-Montage sowie biologischer und medizinischer Anwendungen und bei Reinigungsaufgaben.
Beitrag des IBMT: Das Fraunhofer IBMT ist sowohl für die drahtlose Roboter-zu-Roboter Kommunikation als auch für die drahtlose Energieversorgung der Mikroroboter zuständig.
Förderung: EU IST-VI 507006
Förderzeitraum: 01/2004-12/2007

 

Intelligent Intraoral Drug Delivery System (IntelliDrug)

© Fraunhofer IBMT.

Beschreibung: Im Rahmen des Forschungsprojekts INTELLIDRUG entwickelt das Fraunhofer IBMT zusammen mit weiteren Partnern ein intelligentes Medikamentensystem, welches – im Gegensatz zu invasiv implantierten Medikamentendosiersystemen – in der Mundhöhle untergebracht ist. Das System bietet eine Alternative zur Behandlung von Suchtkranken und chronisch Kranken. Eine Gebiss(teil)-Prothese dient dazu, das Medikamentendosiersystem im Mundraum zu fixieren. Die Baugröße des Systems entspricht der Größe zweier Backenzähne. Neben dem im Mund angeordneten eigentlichen Medikamentendosiersystem existiert eine externe Fernbedienung, deren Form einem Mobiltelefon ähnelt. Das intra-orale Gerät besteht aus Medikamentenreservoir, Pumpmechanismus, Ventil, Sensoren, Steuerungselektronik, Batterien und schützendem Gehäuse.
Beitrag des IBMT: Das Fraunhofer IBMT ist verantwortlich für die Entwicklung des Flusssensors, des Konzentrationssensor, der Elektronik und der drahtlosen Kommunikation.
Förderung: EU IST-FP6 Contract No 002243
Förderzeitraum: 01/2004-12/2007

 

Intelligent micro-sensor, electro-actuated, stimulator of salivary glands (Saliwell)

Beschreibung: Im Rahmen des Saliwell-Projekts wurde eine wirksame und nebenwirkungsfreie, auf Elektro-Stimulation basierende Therapie für das Krankheitsbild „Trockener Mund“ entwickelt. Dazu wurde ein voll funktionsfähiger intelligenter Prototyp entwickelt und hergestellt, der die Größe einer Zahnkrone hat. Das intelligente Mikrosystem beinhaltet einen Elekrostimulator, einen Nassheitssensor, Batterien, Elektronik und einen Mikroprozessor. Das Mikrosystem ist in der Lage drahtlos mit einer externen Fernbedienung zu kommunizieren.
Beitrag des IBMT: Das Fraunhofer IBMT war verantwortlich für die Entwicklung des Elektrostimulators, des Nassheitssensors und der drahtlosen Kommunikation.
Förderung: EU IST-2001-37409
Förderzeitraum: 07/2002-05/2005

 

Miniaturised Co-operative Robots advancing towards the Nano range (MiCRon)

Beschreibung: Ziel des MiCRoN-Projekts war die Entwicklung eines neuen Mikrorobotersystems, basierend auf wendigen, 1 Kubikzentimer großen, autonom handelnden Robotern. Es wurden verschiedene, vollständig voneinander unabhängige Mikroroboter entwickelt, die Teile von ca. 60 µm Größe unter einem lokalen, roboterbasierten Mikroskop manipulieren können. Die Roboter sind nicht bedrahtet; sowohl die Energieversorgung der Roboter als auch die Kommunikation zwischen Robotern erfolgen drahtlos. Die Roboter können mit verschiedenen Werkzeugen für die Mikro- und Nanobearbeitung sowie für die Manipulation biologischer Zellen ausgerüstet werden. Der Roboter selbst ist gegenwärtig eines der höchstintegrierten Mikro-Tools.
Beitrag des IBMT: Das Fraunhofer IBMT war verantwortlich für die Entwicklung eines Mikroinjektionschips zur Durchführung für Zellinjektionen, für die drahtlose Energieversorgung sowie für die drahtlose Roboterkommunikation.
Förderung: EU IST-2001-33567
Förderzeitraum: 03/2002-02/2005

 

A Bioanalytical Microsystem based on an Optical Microchip (BIOMIC)

Beschreibung: Ziel des Projekts war die Entwicklung eines arbeitsfähigen Prototyps eines tragbaren bioanalytischen Mikrosystems für den biomedizinischen und industriellen Gebrauch sowie für den Einsatz bei Umweltprüfungen. Das Mikrosystem basiert auf einem monolithisch integrierten, miniaturisierten, optischen Biosensor auf Siliziumbasis, der mit Antikörpern und DNA-Erkennungsschichten ausstattet ist. Der optische Wandler besteht aus Lichtquelle, optischen Fasern und monolithischem Detektor, die monolithisch auf einem Siliziumchip integriert sind. Er kann schnelle Untersuchungen ausführen ohne auf externe optische Komponenten angewiesen zu sein. Das System besteht außerdem aus einer Kontroll- und Steuerungselektronik, dem mikrofluidischen Modul und der Analyse-Software.
Beitrag des IBMT: Das Fraunhofer IBMT war verantwortlich für das Packaging des Biochips sowie für die Entwicklung der fluidischen, elektrischen und mechanischen Schnittstellen zwischen dem Lab-on-Chip und dem Auslesegerät.
Förderung: EU IST-2000-28214
Förderzeitraum: 06/2001-05/2004

 

Brain Shunt

Beschreibung: Im Rahmen des MOTIV-Projektes "Brain Shunt" wurde das weltweit erste und einzige aktive Implantat zur Therapie von Hydrozephalus-Erkrankungen entwickelt. Es arbeitet als binärer Schalter, der über einen programmierten tageszeitabhängigen Öffnungsrhythmus die Drainage von Liquor steuert. Mit Hilfe eines speziellen Programmiergerätes lässt sich der einprogrammierte Öffnungsrhythmus über eine induktive Schnittstelle nichtinvasiv verändern, um so eine individuelle Anpassung der Therapie an die Bedürfnisse des Patienten vornehmen zu können.
Beitrag des IBMT: Das Fraunhofer IBMT war verantwortlich für das Mikroventil, die induktive Energieversorgung, die drahtlose Kommunikation sowie für die komplette Elektronik und Software.
Förderung: gefördert durch das BMBF im Rahmen des „Kompetenzzentrum für Miniaturisierte Monitoring- und Interventionssysteme“ (MOTIV)
Förderzeitraum: 10/2000-12/2005

 

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